Bund fördert Projekt in Bad Steben mit 360.000 Euro

18.11.2020

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute bekanntgegeben, welche Projekte im Rahmen des Sonderprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen Bundesgelder erhalten. Eines dieser Projekte kommt aus Bad Steben. Dazu erklärt der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich:

Mit insgesamt 20 Millionen Euro unterstützt der Bund im Rahmen seines Sonderprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen kommunale Modellprojekte klimagerechter Stadtentwicklung durch gezielte Entwicklung und Modernisierung von Grünflächen. 360.000 Euro davon gehen an den Markt Bad Steben, der mit seinem Projekt „Stebenbachaue“ die Jury überzeugen konnte.

Das Bad Stebener Projekt sieht vor, eine Fläche von rund 3.000 m² in ökologischer Weise umzugestalten. Ziel der Maßnahme ist die Gewinnung von Reduktionsraum mit Aufwertung der bestehenden Auenlandschaft. Darüber hinaus soll durch die Maßnahme die Gewässerstruktur des Stebenbaches mittels Schaffung von Buhnen und Mäandern verbessert werden.

Die Bundesregierung hat sich anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt. Allein bis zum Jahr 2030 soll in Deutschland eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von mindestens 55 Prozent und bis 2050 eine weitgehende Treibhausgasneutralität erreicht werden. Die Umsetzung der Klimaschutzziele bedarf konkreter Beiträge aus allen Bereichen, auch der Stadtentwicklung.

Das 2020 neu aufzulegende Sonderprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen versteht sich als Beitrag des Bundes zur klimaangepassten Stadtentwicklung durch eine gezielte Entwicklung und Modernisierung von Grünflächen zur Nutzung der in urbanen Räumen lebenden Menschen. Auch kleinere Grünanlagen können die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung bereits um 3 bis 4 Grad senken und größere Regenmengen zwischenspeichern um beispielsweise auch die Kanalisation zu entlasten. Vom Klimawandel besonders bedroht sind Straßenbegleitgrün, Grünanlagen auf Plätzen und Freiräumen sowie Parks und Gärten. Hier treffen städtebauliche und ökologische Herausforderungen aufeinander, die einer neuen, integrierten Herangehensweise und Erprobung in Modellprojekten bedürfen.