Einzelhandel nicht zerstören!

09.02.2021

Vor der Bund-Länder-Konferenz am kommenden Mittwoch hat sich der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich mit einem Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, MdL, gewandt. Darin fordert er Lockerungsperspektiven für den Einzelhandel, auch um ein Verdrängen durch die Discounter zu verhindern. Dazu erklärt Friedrich:

Wenn die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin in dieser Woche über Lockerungsperspektiven beraten, dann muss dabei unbedingt auch der Einzelhandel berücksichtigt werden. Ohne ein Öffnungskonzept und die Aussicht auf eine zumindest schrittweise Rückkehr zum regulären wirtschaftlichen Betrieb werden viele Geschäfte die nächsten Wochen nicht überleben. Der wirtschaftliche Schaden eines massenhaften Sterbens im Einzelhandel wäre nicht zu beziffern. Das ganze Ausmaß der Folgen würde sich nicht zuletzt auch im Bild unserer Innenstädte niederschlagen.

Dieser Entwicklung müssen wir entgegentreten. Erst recht, nachdem die Supermärkte zunehmend ihr Warenangebot um Textilien, Schuhe und Blumen erweitern. Dass Kontaktvermeidung immer noch das Gebot der Stunde ist, ist verständlich. Dass mit diesem Argument aber eine Verschiebung des Einzelhandels in den Supermarkt erfolgt, ist widersprüchlich und wettbewerbsverzerrend. Dieser Widerspruch ist auch in Zeiten der Pandemie nicht unauflösbar. Der Einzelhandel hat im vergangenen Jahr sehr gute Hygienekonzepte entwickelt und in entsprechende Maßnahmen investiert. Drogerien und Supermärkte beweisen seit Monaten, dass sicheres Einkaufen unter Einhaltung strikter Hygiene- und Abstandsregelungen möglich ist. Ich habe unseren Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, MdL, gebeten, diese Punkte in seine Entscheidungsfindung einfließen zu lassen.