Friedrich fordert sofortiges Impfangebot für alle Bewohner im Grenzgebiet zu Tschechien

03.03.2021

Vor der Bund-Länder-Konferenz am heutigen Mittwoch hat sich der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich mit einem Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, MdL, gewandt. Darin fordert er, den Bewohnern im Grenzgebiet zu Tschechien sofort ein Impfangebot zu machen. Dazu erklärt Friedrich:

Angesichts der Pläne der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin, weitere Öffnungsschritte an Inzidenzwerte von 50 oder gar 35 zu knüpfen, muss sofort die Priorisierung bei der COVID-19-Impfung überarbeitet und allen Bewohnern in den Grenzregionen zu Tschechien ein Impfangebot gemacht werden.

Tschechien bekommt die Ausbreitung des Corona-Virus offensichtlich nicht in den Griff und das schlägt bei uns in Ostbayern mit aller Wucht durch. Trotz verschärfter Einreisebestimmungen gelingt es nicht, die Zahl der Neuinfektionen und damit der 7-Tage-Inzidenzen zu reduzieren.

Die von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten genannten Inzidenz-Marken von 35 und 50 liegen damit in weiter Ferne. Dies würde bedeuten: Ein fortdauernd erhöhtes Infektionsrisiko für unsere Bürger, keine Rückkehr zur Normalität in den Schulen und eine unzumutbare Belastung von Einzelhandel und Gastronomie. Wenn wir unseren Bewohnern jetzt kein Impfangebot machen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Situation noch weiter zuspitzt.

Deutschland steht immer mehr Impfstoff zur Verfügung. Unsere ostbayerischen Behörden, die das Impfen koordinieren, funktionieren tadellos, ebenso die Impfzentren. Die Hausärzte stehen in den Startlöchern, um ihren Beitrag zu leisten. Wir haben alle Möglichkeiten, dieser Situation in Ostbayern entgegenzuwirken, wenn wir die Impfreihenfolge jetzt entsprechend abändern.