Friedrich unterstützt den Vorstoß der Integrationsbeauftragten

19.11.2021

Zur Forderung der bayerischen Integrationsbeauftragten Gudrun Brendel-Fischer nach mehr Flexibilität bei den Aufenthaltsregeln für geduldete Ausländer erklärt der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich:

In den letzten Jahren häufen sich die Fälle, in denen hervorragend integrierte Zuwanderer abgeschoben werden oder mit Abschiebung rechnen müssen, weil sie weder als Asylbewerber anerkannt werden noch die Bedingungen erfüllen, um einen Aufenthaltsstatus zu erhalten. Dies ist angesichts des dramatischen Arbeitskräftemangels in unseren Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und in den Gastronomiebetrieben ein großes Ärgernis.

Das Aufenthaltsgesetz bietet Möglichkeiten, in denen geduldete Asylbewerber ausnahmsweise zu einem gefestigten Aufenthaltsstatus in Deutschland kommen können. Leider nutzen die Behörden die nach dem Gesetz mögliche Flexibilität nur unzureichend. Dies ist auch  in Oberfranken festzustellen, wo die Auseinandersetzungen, insbesondere mit der Zentralen Ausländerbehörde, sowohl die Betroffenen als auch die Politiker, die helfend eingreifen wollen, zermürben.

Laut der Bundesagentur für Arbeit werden derzeit etwa 1,2 Millionen Arbeitskräfte, davon zwei Drittel Fachkräfte, gesucht. Und auch bei uns in Hochfranken ist dieser Mangel in nahezu jedem Betrieb spürbar. Durch die Pandemie hat sich dieses Problem noch einmal verschärft, weil sich gerade im Baugewerbe oder in der Gastronomie viele Arbeitskräfte beruflich neu orientiert haben. Der Fachkräftemangel entpuppt sich allmählich zur größten Gefahr für unsere Wirtschaft.

Ich unterstütze daher ausdrücklich die Forderung der bayerischen Integrationsbeauftragten Gudrun Brendel-Fischer, abgelehnten Asylbewerbern, die arbeiten und sich integrieren wollen und dies auch schon unter Beweis gestellt haben, eine Chance zu geben, ihren Aufenthaltsstatus zu verfestigen. Auch wenn mit einer Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten für geduldete Asylbewerber unser Fachkräfteproblem nicht gelöst wird, so wäre es ein großer Fehler, Asylbewerber, die sich einfügen, fleißig sind und arbeiten wollen, abzuweisen.