Hochfranken muss Wasserstoffzug-Testregion werden

19.12.2019

Bayern will mehr Nachhaltigkeit im Schienenverkehr und eine sukzessive Reduzierung der verbliebenen Dieselinseln. Zur Erreichung dieses Ziels hat der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichhart, angekündigt, regelmäßig überprüfen zu lassen, ob der Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge mit innovativem Antrieb in bisherigen Dieselnetzen möglich ist. Dazu erklärt der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich:


Hochfranken kann die Wasserstofftechnologie voranbringen und einen Beitrag für die Markteinführung leisten. Mit der Auszeichnung des Landkreises Wunsiedel als „HyLand – Wasserstoffregion in Deutschland“ durch das Bundesverkehrsministerium in der vergangenen Woche ist ein erster Schritt gemacht, nun müssen weitere folgen. Dazu gehört, dass sich Hochfranken als Testregion für einen Wasserstoffzug ins Spiel bringt, wenn der bayerische Verkehrsminister bei der nächsten anstehenden Neuvergabe von Verkehrsleistungen in bisherigen Dieselnetzen den Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge mit innovativem Antrieb prüfen lässt.

Wir sind bereit, Testregion für einen Wasserstoffzug zu werden: Im Bedarfsfall stehen täglich große Mengen Wasserstoff zur Verfügung, die als Nebenprodukt in einem Unternehmen direkt an der bayerisch-thüringischen Grenze entstehen. Außerdem bestehen in der Region bereits ganz konkrete Überlegungen, Wasserstoff auch im öffentlichen Nahverkehr, also in Bussen, zum Einsatz kommen zu lassen. Überlegungen für den Bau einer entsprechenden Wasserstofftankstelle gibt es bereits ebenfalls.

Bis zum Jahr 2050 wird der Energieverbrauch nach OECD Schätzungen um 80 % höher sein, als zum heutigen Zeitpunkt. Gleichzeitig wollen wir unser Klima noch besser schützen und müssen daher nachhaltige Energiequellen finden, die auch in Zukunft unseren Bedarf decken. Deutschland will 2030 insgesamt 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990; Europa will im Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden.

Vor diesem Hintergrund wird Wasserstoff regelmäßig als Zukunftstechnologie gepriesen, mit deren Hilfe die Probleme der heutigen Energieversorgung gelöst werden können. Wir müssen jetzt erforschen, was wir mit dem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger alles erreichen können. Hochfranken steht dafür bereit.