Mehr Förderung von Wasserstoff-Antrieben für den ländlichen Raum

07.01.2020

Die CSU im Bundestag sieht in Wasserstoff-Antrieben enormes Potential für die Weiterentwicklung der Mobilität im ländlichen Raum. Bei ihrer Klausurtagung in Seeon hat sie beschlossen, die Wasserstoff-Technologie gerade dort weiter fördern. Dazu erklärt der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans-Peter Friedrich:

Das Ziel, Hochfranken zu einer führenden Wasserstoff-Region zu machen, hat nun auch von der CSU im Bundestag neue Impulse erhalten. In ihrem Seeon-Papier zur Stärkung der Regionen erklärt sie den ländlichen Raum als prädestiniert, um dort Wasserstoff zum Zwecke einer nachhaltigen Mobilität zu nutzen, denn genau hier müssen Emissionsfreiheit und Reichweite zusammengebracht werden. Wasserstoff-Antriebe haben eine vergleichbare Reichweite wie Verbrenner, sie benötigen weniger Zeit zum Tanken als Elektroautos und sind potenziell auch für den Schwerlastverkehr geeignet. Zudem besteht gerade in ländlichen Räumen der Platz, um über Erneuerbare-Energien-Anlagen und damit verbundene Elektrolyseure den Wasserstoff vor Ort selbst zu erzeugen. Insbesondere soll in Deutschland daher bis 2025 der Bau 300 weiterer, neuer Wasserstofftankstellen gefördert werden.

Die Anwendungsbereiche von Wasserstoff sind vielfältig, reichen vom Straßen- und Schienenverkehr bis zur Raumfahrt und zur Energieversorgung ganzer Städte. Und auch wenn er wohl nicht allein die Lösung sein kann für die Deckelung der weltweiten Emissionen, so bietet Wasserstoff doch realistische Möglichkeiten, unsere festgelegten Klimaziele umzusetzen. Im Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und in der Entwicklung der Wasserstofftechnologie sehe ich daher neben großen Herausforderungen noch größere Chancen, gerade auch für unsere Region. Der Landkreis Wunsiedel wurde vom Bund bereits als „HyLand – Wasserstoffregion Deutschland“ ausgezeichnet; beim Bayerischen Staatsminister für Verkehr haben wir uns als Testregion für einen Wasserstoff-Zug ins Spiel gebracht. Mit dem Seeon-Bechluss im Rücken muss nun der nächste Schritt sein, weitere Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Mobilität in Hochfranken durch den Einsatz von Wasserstoff auszuloten.