Wunsiedler Weg begeistert Bundesregierung!

26.02.2021

Auf Initiative des hochfränkischen CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Friedrich reiste eine Wunsiedler Delegation nach Berlin, um dort dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Thomas Bareiß und dem Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr. Stefan Kaufmann den „Wunsiedler Weg“ vorzustellen. Dazu erklärt der Abgeordnete:

Was in Wunsiedel entsteht, ist nicht weniger als die Blaupause der Energiewende für die ganze Welt. Hier bastelt man nicht mehr nur an Visionen, sondern man realisiert sie.

Durch die Errichtung einer wegweisenden Anlage zur Erzeugung von sogenanntem grünem Wasserstoff werden die Stadt Wunsiedel und die SWW Wunsiedel in kongenialer Kooperation mit der SIEMENS AG schon bald zeigen, dass die Dekarbonisierung von Mobilität und Industrie möglich ist.

Dass der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß MdB und der Innovationsbeauftragte „Grüner Wasserstoff“ Dr. Stefan Kaufmann MdB von diesem Vorhaben sehr beeindruckt waren, zeigt, welchen Modellcharakter es für ganz Deutschland und darüber hinaus haben kann. Beide haben sofort ihre Unterstützung zugesagt, um geeignete Fördermittel für einen weiteren Ausbau dieses großartigen Projekts zu finden.

Der Wunsiedler Landrat Peter Berek erklärt dazu: „Der Wunsiedler Weg der Dekarbonisierung muss es einfach auch dem Bund wert sein, unterstützt zu werden. Das haben sowohl MdB Thomas Bareiß und Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich erkannt. Das Einzigartige liegt in der vom Ende her gedachten Strategie. Die Wasserstofferzeugung und -nutzung ist dabei ein weiterer wichtiger Baustein einer dezentralen Energiewende, die als Blaupause dienen kann.“

Neben dem SWW-Geschäftsführer Marco Krasser und dem Vertreter der SIEMENS AG Andreas Schmuderer war auch der Prokurist von Lapp Insulators, Henrik Eisenbeiß, in Berlin dabei, um den Wunsiedler Weg zu präsentieren. Eindrücklich haben sie dargestellt, welch´ elementarer Bestandteil die Industrie bei der Energiewende spielt. Als Spezialist für Hochleistungskeramik und „hidden champion“ in seiner Branche könnte das Unternehmen Lapp zum Vorreiter bei der Dekarbonisierung kompletter Industriezweige werden. Wenn es gelingt, die Verantwortlichen im Unternehmen und potentielle Fördermittelgeber zu überzeugen, könnte Lapp modellhaft netzstabilisierendes Element und somit Teil eines virtuellen Großkraftwerks werden.

Daneben verwies der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik auf die Planungen für ein „Energy Future Lab“ der Universität Bayreuth in Wunsiedel. Dank einer Förderung in Höhe von fünf Mio. Euro durch die Oberfrankenstiftung können im ersten Schritt im laufenden Jahr fünf Doktorandenstellen eingerichtet werden, die im Rahmen des Wunsiedler Wegs an der dekarbonisierten Energiezukunft forschen.

„Ziel ist es nun, diese Forschungstätigkeit als „Energy Future Lab“ über den geförderten Zeitraum hinaus zu perpetuieren und darüber hinaus um weitere Forschungsarbeitsplätze zu verstärken, sodass in der Zukunft auch langfristig in Wunsiedel interdisziplinär daran geforscht werden kann, wie die grüne Energiewelt der Zukunft funktioniert“, erklärte Lahovnik.


Bild von links nach rechts:
Bürgermeister Nicolas Lahovnik (von hinten zu sehen), Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Bareiß MdB, Henrik Eisenbeiß von Lapp Insulators, Dr. Hans-Peter Friedrich MdB, Landrat Peter Berek, Andreas Schmuderer von der SIEMENS AG (von hinten zu sehen).